Das Nationale Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs informiert Sie über medizinische Hintergründe, über die Bedeutung einer genetischen Untersuchung, und über die Möglichkeiten, die sich daraus für Sie und Ihre Familie ergeben können. Außerdem finden Sie eine Hilfestellung bei der Entscheidung für oder gegen eine genetische Untersuchung.
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Familärer Brust-
und Eierstockkrebs
Wenn Brust- und/oder Eierstockkrebserkrankungen in Ihrer Familie häufig vorkommen, so fragen Sie sich vielleicht, ob Sie selbst, Ihre Kinder, Ihre Geschwister oder andere Familienmitglieder ebenfalls gefährdet sind. Sie möchten möglicherweise wissen: Wie groß ist das Risiko, dass in meiner Familie eine Krebserkrankung weitervererbt wird? Wie kann ich mit dem Risiko umgehen? Wo finde ich Beratungsstellen für erblichen Brust- und Eierstockkrebs? Was bringt eine genetische Untersuchung?
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Eierstockkrebs
und die Behandlung
Wenn Sie an Eierstockkrebs erkrankt sind, so fragen Sie sich wahrscheinlich, welche Behandlung in Ihrem Fall besonders wirksam ist, und wie Sie persönlich zu Ihrem Behandlungserfolg beitragen können. Sie möchten möglicherweise wissen, ob ihre Krebserkrankung durch genetische Veränderungen bedingt ist, und ob Ihre Kinder, Ihre Geschwister oder andere Familienmitglieder ebenfalls gefährdet sind. Hier finden Sie wichtige Informationen, die solche und weitere Fragen zum familiären Brust- und Eierstockkrebs beantworten können.
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Brustkrebs
und seine Behandlung
Wenn Sie bereits an Bruskrebs erkrankt sind, so fragen Sie sich vermutlich, welche Behandlung in Ihrem Fall besonders wirksam ist, und wie Sie persönlich zu Ihrem Behandlungserfolg beitragen können. Sie möchten möglicherweise wissen, ob Sie bei Vorliegen einer erblichen Form von Brustkrebs eine besonders intensive Form der Nachsorge wählen sollten und ob eine beidseitige Brustoperation für Sie in Frage kommt.
Mehr erfahrenHäufig gestellte Fragen
Eine Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen ist sehr selten. Nur etwa eine von 500 Personen trägt eine Mutation im BRCA1-Gen und nur etwa eine von 700 Personen trägt eine Mutation im BRCA2-Gen. Bei 5-10% aller Brustkrebserkrankungen sind die Ursachen genetische Veränderungen und damit vererbbar. Die überwiegende Mehrheit aller Brustkrebserkrankungen ist also nicht auf genetische Ursachen zurückzuführen. Das gehäufte Auftreten von Brust- und/oder Eierstockkrebs in einer Familie bzw. das Auftreten von Brustkrebs in jungen Jahren, kann ein Hinweis auf eine erbliche Form der Erkrankung sein. Die genetische Untersuchung wird nur für Personen angeboten, bei denen basierend auf der persönlichen oder familiären Vorgeschichte wahrscheinlich eine erbliche Veranlagung vorliegt. Wenn bei einer Frau oder einem Mann ein verändertes BRCA1- oder BRCA2-Gen festgestellt wird, können andere Familienmitglieder ebenfalls davon betroffen sein. Wenn eine Veränderung in BRCA1 oder BRCA2 festgestellt wurde, hat jedes Kind eine 50% Wahrscheinlichkeit, das veränderte Gen geerbt zu haben.
- Die 50% Wahrscheinlichkeit, das veränderte Gen geerbt zuhaben, ist für jedes Kind gleich. Es hängt also nicht davon ab, ob Geschwister die Veränderung geerbt haben oder nicht.
- Das veränderte Gen kann auch über Männer vererbt werden.
- Wenn das veränderte Gen nicht geerbt wird, kann es auch nicht an Kinder weitergegeben werden. Das veränderte Gen kann keine Generation überspringen.
Bei der Genetischen Beratung wird die Familienanamnese erhoben, um alle Krebserkrankungen mit dem jeweiligen Erkrankungsalter zu erfassen. Dann werden Vor- und Nachteile des Gentests erklärt, damit Sie sich für oder gegen eine Genetische Untersuchung entscheiden können. In einigen Beratungsstellen wird auch psychologische Betreuung angeboten, da die Testung für viele Personen und ihre Familien eine psychische Belastung darstellt.
Bei der genetischen Untersuchung für erblichen Brust- und Eierstockkrebs kann festgestellt werden, ob Sie eine Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen. Eine Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen bedeutet ein hohes Lebenszeitrisiko an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken.
Wenn die genetische Beratungsstelle ein mögliches erbliches Risiko festgestellt hat, so ist die genetische Untersuchung, bei gültiger österreichischer Sozialversicherung, kostenfrei.
Ja, ein verändertes BRCA-Gen kann, mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%, über Männer vererbt werden.
Frauen, die eine Veränderung im BRCA1- oder BRCA2-Gen tragen, haben ein stark erhöhtes Risiko im Laufe des Lebens an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken. Nach dem heutigen Wissensstand liegt die Wahrscheinlichkeit bei einer Genveränderung an Brustkrebs zu erkranken bei bis zu 85% und die Wahrscheinlichkeit an Eierstockkrebs zu erkranken bei bis zu 53%.
Männer, die eine Veränderung im BRCA1- oder BRCA2-Gen tragen, haben ein erhöhtes Risiko im Laufe des Lebens an Brustkrebs und Prostatakrebs zu erkranken.
Wenn eine Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen vorliegt, werden den betroffenen Personen in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch folgende medizinische Möglichkeiten angeboten:
- Intensivierte Früherkennungsuntersuchungen
- Vorbeugende Entfernung des Brustdrüsengewebes
- Vorbeugende Entfernung der Eierstöcke